AstroToolbox


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Astro-Navigation im GPS-Zeitalter

Wenn man sich für Astro-Navigation und Segeln interessiert, gerät man früher oder später an einen Sextanten. Und wenn man mit so einem Sextanten anhand von Gestirnen eine Standortbestimmung machen möchte, muss man erstmal wissen, wo sich welche Gestirne zu welchem Zeitpunkt befinden. Dafür braucht man entsprechende Jahrbücher und eine halbwegs genaue Uhr.

Nun ist die genaueste verfügbare Uhr auf einem Segelboot üblicherweise im GPS-Gerät. Da steht dann zwar auch der genaue Standort drauf, den man ja eigentlich erst berechnen will, aber es geht ja um den Spaß an der Sache. Und wenn man das GPS schon in der Hand hat, liegt es nahe, dem GPS auch noch den Inhalt der Jahrbücher beizubringen. Und so ensteht dann ein kleines Planetarium für die gut 50 hellsten Gestirne am Himmel.

Das Programm

Die AstroToolbox zeigt die Ephemeriden von Sonne und Mond, den inneren Planeten des Sonnensystems bis zum Saturn und den Fixsternen heller als Mag. 2.0 (visual). Die Schaltflächen "Positionen" und "Aufgaben" sind Wherigo-Standard und leider nicht wegzubekommen.

Die Schaltfläche "Sie sehen" zeigt Sonne, Mond und Planeten. Die Fixsterne sind unter "Bestand" zu finden. Dieser Unterschied ist der Leistungsfähigkeit des GPS-Prozessors geschuldet.

Hier sind (je nach Einstellung) die zur Zeit sichtbaren Himmelskörper aufgeführt. Die Liste wird alle zehn Sekunden aktualisiert. Wenn die Liste lang ist, kommt der Prozessor im Garmin schnell an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Trotzdem die Ephemeridenrechnung recht aufwändig ist, (für z.B. die Mondposition werden einige hundert Male Winkelfunktionen bemüht), wird der Hauptteil des Rechenaufwandes erstaunlicherweise vom Wherigo selbst verbraucht. Da es sich um ein Spiel handelt, werden offensichtlich mit deutlich kürzerer Zykluszeit die Positionen der Items im Verhältnis zum Spieler aktualisiert. Die Grenze scheint bei etwa sechs aktiven Items (= angezeigten Gestirnen) zu liegen. Werden mehr angezeigt, reagiert Wherigo schlecht bis gar nicht mehr auf Tastendrücke.
Neben dem Gestirnsnamen wird die Himmelsrichtung zum Gestirn bzw. ein Richtungspfeil angezeigt.

In der Kurzübersicht werden Azimut und Höhe des Gestirns alle zehn Sekunden aktualisiert dargestellt. Die angegebene Richtung und Entfernung beschreiben den Punkt auf der Erdoberfläche, an dem das Gestirn im Zenit steht. Die Ephemeriden sind hier auf etwa 0.5° genau berechnet.

In der Detailansicht werden die Ephemeriden bogensekundengenau berechnet. Es wird angezeigt:

Wenn nicht alle Werte zu sehen sind: Scrollen nicht vergessen!

Unter Bestand -> Stars -> Aktionen sind die momentan sichtbaren Sterne zu finden. Der ursprüngliche Plan, die Sterne ebenso wie die Planeten als Items darzustellen, ist an der Rechenleistung des Oregon gescheitert. Daher auch der etwas umständliche (und deutsch-englisch gemischte Weg).

Neben dem Sternnamen sind Himmelsrichtung und Höhe über dem Horizont angezeigt. Das * seht für ° , das ich nicht geschafft habe darzustellen.

Zusätzlich zu den sekundengenauen Ephemeriden enthält die Detailansicht der Sterne noch den Sternbildnamen und die visuelle Helligkeit.

Auch hier: Scrollen nicht vergessen!

Observer Height: Die Höhe des Beobachters (in Metern) ist NICHT die GPS-Höhe, sondern die Höhe eines auf See befindlichen Beobachters über dem Meeresspiegel. Aus dieser Höhe wird die Kimmtiefe und damit eine Korrektur der Sextanten-Höhe berechnet. Arbeitet man mit einem künstlichen Horizont oder mit einem waagerecht montierten Teleskop, so ist die Höhe Null einzustellen.